Tales

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Hier finden Sie ein paar sorgfältig ausgewählte Trachten Gschicht'ln -  wir wünschen viel Spass!


 

 

 

 

Trachtenpaar

      

 

Die Geschichte der Tracht

 

Die Geschichte der Tracht reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Der Begriff leitet sich vom Althochdeutschen "trahta" bzw. Mittelniederdeutschen "dracht" ab, was bedeutet: das, was getragen wird. Die Tracht ist die traditionelle Kleiderordnung einer bestimmten Region, eines Landes oder der Angehörigen einzelner Bevölkerungs- oder Berufsgruppen. Die Berufstracht oder Amtstracht, welche die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe zum Ausdruck brachte, stammte aus dem handwerklichen und städtischen Umfeld, während die Volkstracht ihren Ursprung in ländlichen Gebieten hat und eine regionaltypische Bekleidungsform darstellt.

Der Begriff Tracht wird im Allgemeinen für traditionelle oder der Tracht nachempfundene Bekleidung gebraucht.

 

 

 

 


 

     Rund ums Dirndl

   

 

Was ist eigentlich ein "Dirndl"?

 

Das Dirndl ist ein Kleid mit engem, zum Teil tief ausgeschnittenem Oberteil, weitem Rock und Schürze.

Dirndl ist die bayerische und österreichische Variante vom hochdeutschen Wort "Dirn" bzw. dem  niederdeutschen "Deern", der Bezeichnung für eine junge Frau. Gleichzeitig war "Dirn" auch die gebräuchlichste Bezeichnung für eine in der Landwirtschaft beschäftigte Magd. Ein von diesen getragenes Kleidungsstück bezeichnet man als "Dirndlgewand". Heutzutage wird der Ausdruck vielfach zu "Dirndl" verkürzt.

Nachdem Kaiser Franz Joseph 1870/80 das Tragen von Lederhosen und Tracht durch sein Vorbild modern werden ließ, trugen Adelige und Grossbürger in ihren Sommerferien Trachten. Anfangs noch Dienstbotentracht, setzte sich somit das Dirndl in der Oberschicht des städtischen Publikums als modernes Kleid durch.

Ab circa 1900 wird die Erscheinungsform entsprechender Kleidungsstücke in den Satzungen von Trachtenvereinen festgelegt. Das Dirndl wird sowohl auf Jahrmärkten und Kirtagen im ländlichen Raum als auch auf größeren Volksfesten, wie dem Münchner Oktoberfest, vor allem in Süddeutschland und einigen Alpenregionen getragen.

       Dirndl              

    Dirndl                                             

Während das Tragen entsprechender Kleidungsstücke noch in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts auf Volksfesten kaum verbreitet war, nimmt es seitdem sehr stark zu.

Das Dirndl erlebt ein regelrechtes Comeback unter den jungen modebewussten Frauen! Das alte, leicht angestaubte Image des trachtigen, etwas biederen Dirndl ist passé. Es gibt Dirndl in allen erdenkbaren Farben, Spielarten und Stoffen - für jeden Anlass passend. Besonders beliebt sind vor allem frische Farben, die von bonbon-pastell bis zu den klassischen Farben schwarz und rot reichen - auffallen, in einer Zeit, in der sich die Mode immer stärker dem Mainstream anpasst.

Heute bezeichnet der Begriff Dirndl ein Kleid mit engem, oft tief rechteckig oder rund ausgeschnittenem Oberteil, weitem, hoch an der Taille angesetztem Rock, dessen Länge mit der herrschenden Mode wechselt, und Schürze. Es ist mehr oder weniger eng an Vorbilder aus der Volkstracht angelehnt, doch was man heute unter einem Dirndl versteht, sollte nicht mit einer regionalen Volkstracht verwechselt werden! Eine echte Tracht weist ganz bestimmte Merkmale auf, anhand derer man sie einer Region und dem sozialen Status des Trägers zuordnen kann. Das heute bekannte Dirndl wurde zwar durch regionale Trachten geprägt, hat aber keinen bestimmten regionalen Bezug mehr.

 


                 

Was hat es mit der Schürze auf sich?


Die Dirndlschürze hat ihre ganz eigene Tradition. So sagt man im Volksmund, dass die Art wie die Schleife der Schürze gebunden ist, etwas über den ehelichen Status der Trägerin verrät. Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der rechten Seite, so signalisiert sie, dass sie vergeben ist. Eine Schleife auf der linken Seite hingegen bedeutet noch zu haben. Eine vorne gebundene Schleife symbolisiert Jungfräulichkeit, eine hinten gebundene bedeutet verwitwet.

 

 

            

Schürze

                                               

 


 

   

dirndl 


                        
Was macht ein Dirndl aus?

 

Je nach Anlass kann ein Dirndl aus einfarbigem oder bedrucktem Baumwollstoff, Leinen oder aus Seide gefertigt sein. Die wichtigsten Merkmale eines Dirndls sind ein enges Miederoberteil mit rundem oder rechteckigem Ausschnitt, ein weiter Rock und darüber eine meist kontrastierende Schürze. Das Dirndl ist meist einteilig und hat einen Reißverschluss, Haken und Ösen, verschiedenartige Knöpfe oder Schnürbindung. Traditionell hat das Dirndl eine Tasche vorne oder an der Seite eingearbeitet, die unter der Schürze verborgen ist.

Zum Dirndl wird normalerweise eine weiße Dirndlbluse mit schmalen oder Puffärmeln, lang- oder kurzärmelig, getragen, die nur bis kurz unter die Brust reicht. Das Dekolté  schmückt ein Schultertuch oder ein kurzes Halstuch. Ein Kropfband (Würgerband) mit Schmuckanhänger ergänzt das Dirndl-Outfit.

Frei von modischen Einflüssen ist ein Dirndl jedoch nicht. Angefangen von der Rocklänge, bis hin zu Farben, Mustern und Stoffen, gibt es vielfältigste Kreationen. Es wurde in den vergangen Jahren auch immer wieder von berühmten Mode-Designern "wiederentdeckt", was natürlich auch zu zahlreichen Einflüssen auf Form und Material führte.

 

 

Zu unterscheiden ist das klassische Dirndl von der Landhausmode. Das Drindl besteht aus einem einteiligen Kleid und einer Schürze aus Stoffen mit traditionellen Mustern. Das Landhauskleid hingegen wird aus grauem oder farbigem Leinen, teilweise mit Ledermieder oder –besatz gefertigt.

 

 

 


 

Quellen

Birgit Lutz-Temsch: Gamsbock & Alpenrock. In: sueddeutsche.de, 9. November 2004, online 03.08.10.

Bitte, was ist eigentlich ein Dirndl? In: welt.de, 29. September 2008, online 03.08.10

Gexi Tostmann (1998): Das Dirndl - Alpenländische Tradition und Mode. Verlag Christian Brandstätter, Wien.

Keine Angst vorm Dirndl. In: derStandard.at, 12. August 2008, online 03.08.10.

wikipedia.org, online 03.08.10.

       

Landhausmode


 

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